Schwerpunkt Geriatrie

In Deutschland sind seit einigen Jahren beunruhigende Veränderungen zu beobachten. Immer mehr ältere Menschen stehen immer weniger jungen gegenüber. Die Bevölkerung als Ganze altert, sie erlebt einen demographischen Wandel. Das Alter als Lebenszyklus gewinnt dadurch einen immer höheren Stellenwert in der Sozialpolitik und damit auch in der medizinischen Versorgung. Durch seine Weiterbildung  „Klinische Geriatrie“  hat Dr. Landendörfer schon sehr frühzeitig darauf reagiert.
Der Hausarzt wird gerne Spezialist für alle Lebenszyklen genannt. 90 Prozent aller älteren Menschen haben einen Hausarzt und sind schon über Jahrzehnte hinweg in seiner regelmäßigen Betreuung. Er ist damit geradezu prädestiniert, für seine älteren Patienten „ Nothelfer“ für ihre Probleme zu sein. (1)

Nicht jeder alte Mensch ist automatisch ein behandlungsbedürftiger Patient; dies wird er erst  dann, wenn er durch Multimorbidität, Multimedikation und multiple Fähigkeitsstörungen zum alten Patienten geworden ist. Dabei stehen aber  seine vielfältigen Beschwerden primär nicht im Vordergrund. Viel wichtiger für ihn ist die selbständige Bewältigung seines Alltags. Ein wesentlicher Indikator für die Lebensqualität alter Menschen ist die Selbständigkeit. Und deshalb sind die Funktionsstörungen, die diese Selbständigkeit beeinträchtigen, das größte Problem des Alters.

Diese Funktionsstörungen als Case Manager in den Fokus zu nehmen, ist eine wichtige Aufgabe des Hausarztes. Da er aber primär dafür nicht ausgebildet ist, braucht er die Unterstützung nichtärztlicher Fachleuten aus der Physio- und Ergotherapie, der Logopädie, der sozialen Beratung und nicht zuletzt die Schwestern und Pfleger der Sozialstationen und Pflegeheime. Als Partner eines qualitativ gut strukturierten Care Managements  spielt der Hausarzt eine zentrale Rolle. Dies umso mehr, wenn man die Familie in dieses Care Management einbindet. Immerhin werden drei Viertel aller Pflegbedürftigen noch zuhause versorgt.

Dr. med. Peter Landendörfer hat seit vielen Jahren die Zusatzbezeichnung „Klinische Geriatrie“ der Bayerischen Landesärztekammer. Durch die vielfältigen Einrichtungen der Altenpflege verfügt er über ausgedehnte Erfahrung in der Versorgung und Betreuung alter und chronisch kranker Menschen sowohl im häuslichen wie im stationären Versorgungbereich. Selbstverständlich wird die regelmäßige Zusammenarbeit mit den nichtärztlichen Fachleuten eines qualitativ gut strukturierten Case Managements gepflegt. Sämtliche Voraussetzungen dafür sind in Heiligenstadt gegeben: Sozialstation, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Soziale Beratung.

(1) Landendörfer P; Alte Menschen in der Allgemeinpraxis, in Hansen W (Hsg); Medizin des Alterns und des alten Menschen; 2006, Schattauer Verlag Stuttgart, New York